Zehnstädte

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Nördlich vom Grad der Welt, fernab der Zivilisation der Schwertküste, liegt das Eiswindtal. Der Ursprung des Namens ist offensichtlich. Umgeben vom Treibeis-See im Osten bis rauf zum Norden und dem Reghed Gletscher im Westen, ist es die ideale Einflugschneise für die kalten Winde des Nordens, welche Häuser abdecken und sogar Bäume entwurzeln können. Jeder der nicht rechtzeitig Deckung findet wird von den Winden Fortgefecht oder eingefroren und die Jenigen welche doch Deckung finden werden meist unter den Schneemaßen begraben.

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Die raue Ödnis beheimatet Weiße Drachen, Klippenkatzen, Orks, Barbaren und Gletscherherremorhazen. Es ist kein Ort für schwermütige Reisende und bietet auch für die abenteuerlustigen wenig Anreiz. Dennoch gibt es einige Städte die sich hoch ummauert und gut verteidigt gegen die Horden und Winde behaupten. Diese Region des Eiswindtals ist als Zehnstädte bekannt geworden. Sie drängen sich um drei Seen, Maer Dualdon, Lac Dinneshere und den Rotwassersee. Nur in diesen Seen ist die Knöchelkopfforelle, ein Fisch mit faustgroßem Kopf und zackigen Knochen die Elfenbein gleichen, zu hause. Bei ihrem Fang ist äußerste Vorsicht geboten, denn selbst im Sommer sind die Gewässer eisig genug um jedes Lebewesen innerhalb von wenigen Atemzügen zu töten. Aus den Elfenbeinknochen der Forellen fertigen kunstfertige Knochenschnitzer den zweiten Hauptexportartikel der Region.
Das angestrebteste Reiseziel der Gegend, für alle die sich nicht dem Fischfang anschließen wollen, ist die Handelsstadt Bryn Shander. Die Stadt entwickelte sich als die elfenbeingleichen Forellen entdeckt und ihre Angler, an den umgebenen Seen, einen zentralen Anlaufpunkt benötigten, an dem sie Händler aus den südlichen Regionen treffen konnten. Die Händler sind gern gesehene und willkommene Gäste, Störenfriede hingegen erwartet die Todesstrafe. Ihnen wird ein Nachtgeschirr auf dem Kopf zerschlagen und anschließend werden sie der Stadt verwiesen. So besudelt findet man sie meist erst zur Frühjahrsschmelze wieder.
Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten des Tals zählt ohne Zweifel der von Zwergen erbaute Palast von Cassius. Heimat des Sprechers von Bryn Shander und Versammlungsort für den Rat der Zehnstädte. Die Gasthäuser des Eiswindtals sind für jedermann eine unvergessliche Erinnerung. Ausgenommen von denen in Bryn Shander, bestehen sie durchgehend lediglich aus Stallungen in denen selbst das Stroh gemietet werden muss. Größeren Abenteurergruppen bietet sich noch die Möglichkeit ein Lagerhaus zu mieten, wobei sie auch hier selbst für Feuerholz sorgen müssen. Die meisten Häuser der Ansammlung sind halb in den Boden gebaute Gebäude (um sie gegen die tückischen Winde zu schützen), die kaum mehr als ein Keller mit Dach darstellen. Ausgenommen davon sind "Blutrils Kuschel", "Geldenhirschs Ruhestätte" und "Der Nordblick", die von Leuten erbaut wurden die nie zuvor einen echten Winter erlebt hatten. Durch ihre Wände fegen die Winde förmlich durch, daher dienen sie heute ausnahmslos nur noch als Gaststätten für sehr willkommene Besucher.

Erstellt von Pandur | am 18.07.2004