Geschichte des Agrarzentrums

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Geschichte des Agrarzentrums von Matt Forrestal

Ich schätze, dass jetzt wo wir uns eingelebt haben und alles anfängt wie von selbst zu laufen, könnte ich - wenn nicht jetzt, wann dann - niederschreiben, was ich in meinem paar Jahren hier über das Agrarzentrum gelernt habe. Ich will nicht behaupten, dass das eine komplette Historie oder so was ist, aber wenn ich es nicht schreibe, ich wüsste nicht wer sonst.

Das Agrarzentrum hat nicht als Agrarzentrum angefangen. Vor dem Krieg war es eine vom Militär genutzte Satelliten-Relais-Station, aber der Teufel soll mich holen wenn ich wüsste wofür genau. Der Ort war geheim genug, dass er nicht getroffen wurde als die Bomben gefallen sind und die alte Satellitenschüssel steht immer noch unversehrt da.

Von den Aufzeichnungen, die ich in alten Aktenschränken gefunden hatte, scheint es, dass nach dem Ende die hier stationierten Soldaten und Forscher sich mit den nahe gelegenen Farmern bei der Agrarstation, die den Krieg auch relativ unbeschadet überlebt hatten, zusammen getan haben. Das Wissen der Farmer über Ackerbau und Viehzucht, zusammen mit dem Organisationstalent der Forscher und der taktischen Ausbildung der Soldaten, machten aus dem Agrarzentrum bald eine der schnellst wachsenden Gemeinschaften in der Ödnis.

Aber dann wurden die Dinge etwas seltsam. Der Fallout von den Bomben hat die Ödnis auf viele Arten verändert und das Agrarzentrum war keine Ausnahme. Kathy sagt mir, dass die früheren Farmer den Mutationen, die die Pflanzen befallen hatten, mit selektiver Züchtung hätten entgegen wirken können, aber stattdessen haben sie sich entschieden auf der seltsamen Welle mit zu schwimmen und wählten die größeren und kühneren Mutationen, um bessere Erträge zu bekommen. Und so haben wir jetzt Tomaten so groß wie Zuckermelonen und Zuckermelonen so groß wie Fässer.

Die meiste Zeit wurde das Agrarzentrum von einem alten Farmer geleitet, den jeder den Alten Mann genannt hatte, obwohl sein echter Name Miguel gewesen sein könnte. Er musste fast hundert gewesen sein, als Vargas, Thrasher, Angela und Hell Razor vorbei kamen, jugendlich frisch und begierig zu helfen.

Aber warum brauchte das Agrarzentrum Hilfe? Naja, Mutationen sind nicht einfach nur Rosen und Riesenkarotten. Zu der Zeit wurde das Agrarzentrum von einer Horde Riesen-Kaninchen überrannt, die Leute genauso fraßen wie auch unsere Ernten. Das war ein echtes Problem, was nur schlimmer gemacht wurde, weil die Angriffe scheinbar von einem verrückten alten Kauz namens Harry der Kaninchenmeister koordiniert wurden. Ich schwöre bei Gott, dass ich mir das nicht ausgedacht habe.

Es war nicht hübsch, aber die Rangers haben sich um Harry gekümmert und haben genug Kaninchen vertrieben, so dass Miguel und seine Männer wieder die Kontrolle über die Einrichtung übernehmen konnten. Es war der Anfang einer neuen Ära für das Agrarzentrum, aber, es tut mir leid es zu sagen, Miguel konnte es nicht mehr sehen. Kurz nachdem Vargas und Co. weiter gezogen waren, war der Alte Mann verschwunden. Es gab viele wilde Theorien über das wie und warum. Einige sagen, er wurde von den Gemüsegeistern weggetragen. Andere behaupten, er wurde von einer fleischfressenden Erdbeere gefressen. Ich glaube, er hat seine Ziele erfüllt und ist einfach weggegangen. Wünschte, ich hätte ihn getroffen. Schien genau meine Sorte Kerl gewesen zu sein.

Ohne ihn lief es im Agrarzentrum ganz okay, aber es fehlte die Leitung um wirklich alle am selben Strang in dieselbe Richtung ziehen zu lassen. So brillant viele der Wissenschaftler hier sind, sie sind nicht unbedingt die pragmatischsten. Und nachdem ich ein paar Jahre bei den Desert Rangers gedient hatte, dachte ich an das Agrarzentrum während ich mich von einer Schusswunde erholte und stellte mir vor, was für ein Segen dieser alte Ort für die Ödnis sein könnte, wenn er nur richtig geleitet würde.

Ich schleppte mich also hierher so bald ich mich erholt hatte und war seitdem hier. Ich hoffe, ich hab mehr Gutes als Schlechtes hier geleistet. Zumindest ist der Ort jetzt, seit ich hier bin, sicherer als vorher und wir haben Handelsabkommen mit Highpool und den Gleisnomaden und das stellt uns und viele andere Gemeinschaften um uns herum deutlich besser was Nahrung und Wasser angeht. Handel und Gemeinschaften, die sich gegenseitig unterstützten waren seit dem Krieg schwierig hin zu bekommen und man sieht, wie jeder davon profitiert. Wir bekommen Wasser von Highpool, Logistik erledigen die Gleisnomaden und sie alle bekommen von uns Nahrung, wie viele andere auch. Wenn wir das jetzt stabil halten können, geht Arizona echt ab.

Was das Agrarzentrum angeht, es ist vielleicht immer noch mehr Kuddelmuddel als ich gehofft habe. Wir sind immer noch eher eine Gruppe aus Fremden die zusammenarbeiten, statt einer echten Gemeinschaft, aber mit diesen schrulligen Hirnis mit denen ich hier arbeiten muss (ich schwöre, wenn dieser Honeydew nur ein einziges mal wieder mit seinen Melonen anfängt ...) ist es wohl das beste was wir daraus machen können. Und Teufel nochmal, es ist ziemlich gut!

Erstellt von Pandur | am 20.09.2014